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2003 - Südafrika Aktion

Geschrieben von Sigi.

Südafrika

2003_sa_logoAm Montag, den 06.06.03 war es nun endlich soweit, die sechs Kirchdorfer Anderl Köhler, Christoph Gottanka, Conny Bubl, Thomas Oberbauer, Thomas Stecher und Evi Töpfl machten sich gemeinsam mit 23 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus der Diözese, auf den Weg nach Südafrika. Lange waren die Vorbereitungen. Sollte doch möglichst viel Geld zusammen kommen, um in Südafrika die notwendigen finanziellen Mittel zu haben, um zu helfen. So veranstalteten die Kirchdorfer Leiterinnen und Leiter gemeinsam mit ihren Kindern und Jugendlichen einen Aktionstag unter dem Thema Wasser, in welchen sie sehr viel Zeit und Muße steckten und gemeinsam mit den hiesigen Vereinen den Weihnachtsmarkt auf dem Ritzinger Dorfplatz.


Es mussten nicht nur die persönlichen Rucksäcke gepackt werden, sondern auch einige Zelte, die die Passauer den südafrikanischen Pfadfindern schenkten, aber auch Erste Hilfe – Pakete, Gastgeschenke wie Fußballtrikots der Simbacher Handballerinnen und der Passauer Fußballer, Bilder aus Bayern und Deutschland, Modems, Spiele, und, und, und, wurden am Flughafen noch gut verstaut.
So machten sich die 29 Pfadis auf die 23-stündige Reise nach Durban an der Ostküste Südafrikas, mit Zwischenstops in Dubai und Johannesburg, wo sie von zwei Mitgliedern des Nangu Thina e.V.s (Verein zur Unterstützung Südafrikanischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder), die ehrenamtlich für bestimmte Zeit dort arbeiten, empfangen wurden. Dieser Verein hat die Vorbereitungen und auch die Durchführung des Gesamtprojektes vereinfacht. Nach dem Umstieg auf vier Kleinbusse, die die deutschen Pfadfinderinnen und Pfadfinder durch Südafrika brachten, erholten sie sich von der langen Reise in einem Camp der Südafrikanischen Pfadfinder.
Schon auf dem Weg dorthin, waren einige entsetzt, über den Gegensatz von Arm und Reich, der dort so offensichtlich war. Nach dem Pfingstsonntags Gottesdienst und einem kurzen Besuch in einem Scout-Office (Anlaufstelle der Pfadfinderinnen und Pfadfinder) dieser Region, fuhren sie los in Richtung Zululand. In Nkandala wurden sie von den Nardini Schwestern, bei uns besser bekannt als Mallersdorfer Schwestern in ihrem Konvent erwartet und sehr herzlich empfangen. Sehr viel wussten die sowohl deutschen, schweizer, als auch südafrikanischen Schwestern über ihre eindrucksvolle Arbeit zu erzählen. Schnell wurde deutlich, wie dramatisch die Situation im Bezug auf Aids, aber auch auf andere Krankheiten dort ist, und wie notwendig das Engagement der Schwestern und die finanzielle Hilfe sind. So entschieden sich die Kirchdorfer auch einen Teil ihres Bargeldes dort zu lassen, über welches Sr. Elen, die Leitung des Krankenhauses sehr froh war. Nicht nur das Krankenhaus durfte besucht werden, sondern auch verschiedene Zuludörfer, welche durch die Nardini Schwestern betreut werden. Sehr begeisterte dabei die Gastfreundschaft der dort unter sehr armen Verhältnissen lebenden Menschen. Aber auch ein Morgengottesdienst in Zulu beeindruckte die dabei gesangsschwach erscheinenden Pfadfinderinnen und Pfadfinder.
Als nächstes Ziel stand ein Besuch einer Pfadfindergruppe in Nelspruit an. Nach wiederum langer Fahrt wurden die Reisenden sehr herzlich in Form eines Camp-Fire-Abends mit den verschiedensten Aufführungen wie Tänzen, Spielen, Gesängen und Erzählung empfangen. Als Dank für die freundschaftliche Aufnahme überreichten die bayrischen Pfadis den Südafrikanern einen ihrer innigsten Wünsche, die Sportlertrikots! Das funkeln in den Augen bleibt sicherlich einem jedem in Erinnerung.
Doch nun war es an der Zeit, dass sich die Gruppe aufteilte, in die drei Projektgruppen. Denn in den nächsten sechs Tagen, hieß es arbeiten. So baute die eine Gruppe Kamschluschwa (nahe der Grenze zu Mosambik) gemeinsam mit dortigen Pfadfinderinnen und Pfadfindern, Schülerinnen und Schülern und deren Eltern eine Bewässerungsanlage für einen an einer Schule angeschlossenen Gemüsegarten auf, und umzäunten ihn.
Die zweite Projektgruppe veranstaltete gemeinsam mit dort schon aktiven Pfadfindern ein erstes Zeltlager mit Rovers (Jugendlichen) eines neu gegründeten Stamm, ebenfalls in der Nähe von Kamschluschwa. Schenkten ihnen Zelte und waren ihnen beim Aufbau dieser behilflich, tauschten sich gegenseitig aus, ...
Die dritte Projektgruppe, bei der auch die sechs Kirchdorfer beteilig waren, baute in einem Township von Witbank (nähe Johannesburg) eine Station für Obdachlose auf, in welchem zukünftig eine Obdachlosenspeisung, Gesundheitliche Checks, Aidsprävention, und vieles mehr stattfinden wird. Auch bei diesem Projekt halfen südafrikanische Pfadis mit, aber auch die im Township wohnenden Kinder und Jugendlichen waren sofort zu Stelle, um fleißig mit zu arbeiten, wenn sie die zwei weißen Busse ankommen sahen. Eine dort sehr aktive Pfadfinderin will nun, nachdem sie die Begeisterung der Kinder und Jugendlichen gesehen hatte, dort einen neuen Stamm (Gruppe) Pfadfinder gründen: First Passau. Was die Passauer natürlich sehr freute. Dies schien als unterstützungswürdig, da die Pfadfinder dort ebenfalls sehr engagiert sind und gemeinsam mit Schulen versuchen, ärmeren Menschen zu helfen, und so ging der zweite Teil des Bargeldes an diese Neugründung.
Während der Zeit in den Projekten wurden die Pfadfinderinnen und Pfadfinder auch für einige Tage in Gastfamilien aufgenommen, wo sie die unterschiedlichsten Erfahrungen machen durften. Allgemein waren die Familien sehr gastfreundlich und die Zeit mit ihnen war sehr beeindruckend. So kann jeder einzelne über die unterschiedlichsten Begegnungen und Erlebnisse berichten. Angefangen bei langen Spaziergängen durch die Townships und Slums, über eindringende Gespräche, bis hin zu Hochzeitsbesuchen.
Jede Projektgruppe erreichte ihr gestecktes Ziel, wenn  auch auf so manchen Umwegen. So mussten erst gelernt werden, mit den einfachsten Mitteln zu arbeiten, und nicht immer das vergleichbare gekannte Material zur Verfügung zu haben. Und man muss sagen dabei konnte eine Menge gelernt werden.
Dies kann man über die ganze Aktion sagen. So hat doch jeder auf dieser außergewöhnlichen Reise das seine dazugelernt und ist um viele Eindrücke und Begegnungen mit so herzlichen Menschen reicher. Die strahlenden, glücklichen Augen der vielen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen und deren herzlichen Umarmungen waren von Dankbarkeit geprägt und wird wohl keiner der jungen Pfadfinderinnen und Pfadfinder je vergessen.
Als Zeichen der Dankbarkeit der südafrikanischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder erhielt jeder Passauer im Scout Office der Region Mpumalanga, das Halstuch der dortigen Region, welches die Pfadfinderinnen und Pfadinder sehr zu schätzen wissen. Wir sind dankbar, dass wir diese internationale Begegnung miterleben durften, und mit Hilfe der zahlreichen Unterstützung der Bevölkerung dort aktiv werden und helfen konnten. Abgerundet wurden die Erlebnisse natürlich durch die beeindruckende Natur des Landes, welche die Bilder der Erinnerungen erst komplett machen. Nach der Rückkunft am 23.06.03 wurden die Weitgereisten und vor allem die Erzählungen über das Erlebte von den Zuhause gebliebenen erwartet. Viele dieser Erlebnisse müssen allerdings zunächst erst verarbeitet werden, da die 16 Tage der Internationalen Begegnung sehr ausgefüllt waren und jeder dies erst wieder für sich verarbeiten muss, um dies dann sowohl an die Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Stamm, als auch an alle anderen Interessierten weiter geben zu können. Für das nächste Jahr ist ein Rückbesuch der Südafrikanerinnen und Südafrikaner geplant, auf den sich schon jetzt alle freuen.

 


Fotos zur Aktion

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